„Ich soll da also etwas gewesen sein? Ein Opfer? Wer sagt das?“
Bilder sagen das. Bilder, die ein Pater von Jesko in der Schulzeit gemacht hat, die ihn nackt zeigen. Bilder, die ihm plötzlich anonym zugesandt werden. Bilder, die seine Existenz und Identität gefährden.
Jesko will dagegen vorgehen, will es verdrängen. Doch ist das überhaupt noch möglich?
Eine Produktion der Ankunftshalle T e.V. in Kooperation mit den Landungsbrücken Frankfurt.
Hinweis: Bei dieser Veranstaltung werden Stroboskopeffekte verwendet.
Das Stück behandelt die Themen Kindesmissbrauch und Suizid. Falls Sie auf solche Inhalte sensibel reagieren, besuchen Sie das Stück gerne gemeinsam mit einer vertrauten Person. Zögern Sie nicht, die Aufführung kurz zu verlassen, falls Sie eine Pause benötigen.
In den Landungsbrücken gilt ein solidarisches Preissystem:
Die Zuschauer:innen entscheiden selbst, was sie zahlen möchten oder können.
Folgende Auswahlmöglichkeiten gibt es:
- Für Theater reichts: 5,- €
- Bleibt alles Anders: 10,- €
- Endstation Sehnsucht: 15,- €
- Darfs ein bisschen mehr sein?!: ab 20,- €
Kulturpass-Inhaber:innen können gerne an der Abendkasse Tickets zum Preis von € 1 erwerben (sofern Plätze verfügbar).
Ausnahmen sind stets angegeben.
Galerie
Das Ensemble:
| Jesko: | Tillmann Deselaers |
| Malte: | Jannek Suhr |
| Johannes: | Martin Schneider |
| Konstantin: | Matthias Kraut |
| Lehrerin (Katja): | Jana Hingst |
| Bettina: | Nuria Garcia Alba |
| Sandra: | Miriam Dold |
| Stimmen und Körper: | Charlotte Michele, Gena Weinlich, Karla Alpers |
| Prolog: | Alexander Hellmann, Antonia Bien |
| Inszenierung & Regie: | Ferdinand Hecht & Simon Höra |
| Licht & Technik: | Alexander Taets von Amerongen |
| Musik: | Cornelius Boeder |
| Dramaturgie: | Antonia Bien, Ferdinand Hecht, Julian Urban, Miriam Dold, Simon Höra |
| Regieassistenz: | Antonia Bien |
| Aufführungsrechte: | Rohwolt Theaterverlag,Hamburg |
Die Inszenierung:
Die Inszenierung macht das Vergangene, die Erinnerungsfragmente für die Figuren auf der Bühne greifbar, lässt das Erlebte Gestalt an- und Raum einnehmen. Lange Stoffbahnen stehen stellvertretend für die Erinnerungen der Figuren, die auf ihre Jugend zurückblicken. Andauernd und unausweichlich werden die Charaktere mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, tragen sie mit sich, ertragen sie. Manche versuchen, Ordnung in diese Gedanken zu bringen, manche drohen, daran zu ersticken.
Begleitet werden die Figuren von “Stimmen und Körpern”, die als eine Art chorisches
Element durch die Handlung führen, eine journalistische Arbeit über die Vorkommnisse
anfertigen, sowie immer wieder gezielt personifizierte Stellungen einnehmen und äußern.
Die Kostüme spiegeln das gutbürgerliche Umfeld der ehemaligen Internatsschüler wider und entsprechen den mittlerweile ausgeübten Akademiker-Berufen. Ausgenommen hiervon ist ein Paar bestehend aus einem der ehemaligen Schüler und seiner Partnerin, die ein Leben zwischen Drogenrausch und Verwahrlosung führen.
Das Stück behandelt die Themen Kindesmissbrauch und Suizid. Falls Sie auf solche Inhalte sensibel reagieren, besuchen Sie das Stück gerne gemeinsam mit einer vertrauten Person. Zögern Sie nicht, die Aufführung kurz zu verlassen, falls Sie eine Pause benötigen.
Der Autor:
*Thomas Melle* ist als Autor zahlreicher Romane und Theaterstücke bekannt und mehrfach ausgezeichnet. Mit “3000 Euro” (2014), “Die Welt im Rücken” (2016) und “Das Haus zur Sonne” (2025) schaffte er es bereits drei Mal auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Mit seinen Theaterstücken “Bilder von uns” (2016), “Versetzung” (2018) und “Ode” (2020) wurde er jeweils für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert; letzteres war 2021 auch am Schauspiel Frankfurt zu sehen.
“Bilder von uns” ist eines der meistgespielten Werke von Thomas Melle und wurde 2016 in seiner Heimatstadt Bonn uraufgeführt. Dadurch nimmt das Stück auch klar Bezug zu den realen Missbrauchsfällen am dortigen Aloisiuskolleg.
Über die Ankunftshalle T:
Die Ankunftshalle T bringt seit 10 Jahren zeitgenössische deutsche Dramatik auf
verschiedene Frankfurter Theaterbühnen. Seit 2023 geschieht dies in Kooperation mit den
Landungsbrücken Frankfurt. “Bilder von uns” ist die 11. Produktion der Ankunftshalle T.
Durch die 2021 erfolgte Gründung des Vereins Ankunftshalle T e.V. mit etwa 30 Mitgliedern
ist das Ensemble in der Lage, jährlich zwei Produktionen zu erarbeiten; zuletzt “Doping“ von
Nora Abdel Maksoud, welches in den Landungsbrücken, im Kellertheater sowie im Galli
Theater zu sehen war.
Der Verein Ankunftshalle T e.V. wird gefördert durch das Hessische Ministerium für
Wissenschaft und Kunst sowie das Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt
Frankfurt am Main.
Die Produktion “Bilder von uns” wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am
Main.







